Nach 3 Wochen in diesem schönen Land will ich mich nicht als großer Experte aufspielen.
Wer aktuelle Informationen über Südafrika möchte, der sollte sich auf jeden Fall das Suedafrika-Forum.Net anschauen. Die Leute dort kennen sich wirklich besser aus als ich, und man bekommt immer gute Antworten.
Aber ein paar Sachen, die mir geholfen haben, kann ich ja mal loswerden:
Preisniveau
Nach meiner Erfahrung im Oktober 2009 ist Essen-gehen höchstens halb so teuer wie in Deutschland, wenn man Münchner Niveau zu Grunde legt, sieht es noch besser aus. Benzin kostet nicht mal 70 Cent. Ein Bier an der Kneipentheke € 0,80 bis € 1,10. Auch das Preis-/Leistungsverhältnis bei Pensionen und Ferienwohnungen ist wesentlich besser als zuhause. Wenn man in einer privaten Safari-Lodge residieren will, muss man aber auch schonmal 500 € pro Nacht auf den Tisch legen.
Kreditkarten
Nicht überall werden Kreditkarten akzeptiert. Immer Bargeld dabei haben! Geldautomaten finden sich reichlich, z.B. auch in Supermärkten. Zur Abhebung reicht eine ec/Maestro-Karte. Aber die Kreditkartenakzeptanz an Tankstellen und bei Unterkünften verbessert sich gerade rapide, wurde mir gesagt.
Handy / SIM-Karte
Da es ratsam ist, Unterkünfte vorher zu reservieren (es sei denn, man will immer nur im Schlafsaal pennen), ist eine südafrikanische SIM-Karte von Vodacom oder MTN fürs Handy ratsam. Es gibt sie recht günstig im Supermarkt (mal beim Zigarettenkiosk fragen), oder in den Vodacom und MTN-Läden. Angeblich sind die Karten im Supermarkt viel günstiger, als wenn man sie direkt bei Vodacom oder MTN kauft. Aufladen kann man die Karten mit Gutschein-Quittungen (“Vouchern”), so wie bei uns auch, die es in fast jedem Supermarkt oder Tankstelle gibt. Bei Vodacom gibts ulkige Voucher-Beträge, z.B. 12 oder 29 R (also 1 Euro oder 2,60).
In Swaziland funktionen die MTN- und Vodacom-Karten nicht, auch meine deutsche T-Mobile-Karte ging nicht. Muss man sich halt Swazi-Karten kaufen, kosten auch nicht viel.
Zum Kauf der SIM braucht man meist einen Ausweis und manchmal auch eine Aufenthaltsbestätigung (die mir vom Hostel in Pretoria ausgestellt wurde). Bei mir reichte der Reisepass.
Navi / GPS
Navis (TomTom’s) kann man sich bei den MTN-Shops z.B. im Flughafen ausleihen, kosten um die 4 Euro pro Tag. Rückgabe kann auch in einem anderen Ort erfolgen. Für Überlandfahrten braucht man eigentlich nicht unbedingt ein Navi, ich fand die südafrikanischen Straßen alle recht ordentlich und gut ausgeschildert, aber in der Stadt kann es echt nützlich sein. In Kapstadt wär ich mit den ganzen Einbahnstraßen, den unübersichtlichen Kreuzungen und mit dem Linksverkehr ein bisschen verloren gewesen.
Man kann sich aber auch in Deutschland ein Navi für den Urlaub mieten, z.B. beim Navi-Rent-Shop.
Internationaler Führerschein?
Ich habe mir vor der Reise einen Internationalen Führerschein (3 Jahre gültig) besorgt und musste dafür auch meinen roten “Lappen” in einen neuen Plaste-Führerschein tauschen. Ich bin in Südafrika in zehn Tagen 5-mal von der Polizei kontrolliert worden, allein auf der Strecke nach Oudtshoorn dreimal! Immer reichte der normale Führerschein (die Plastekarte) aus, aber wer auf Nummer sicher gehen will…
Sicherheit
Sicherheits-Tipps stehen in jedem Reiseführer oder im Netz. Alles in allem darf man sich aber nicht verrückt machen lassen. Ich habe Südafrika als freundliches Land mit hilfsbereiten, netten Menschen erlebt. Die allermeisten Delikte passieren immer noch in den Townships, gerade abends und am Wochenende, wenn Alkohol und Drogen im Spiel sind. Dort treiben sich sowieso keine Touristen rum. Abends, nach Geschäftsschluss sind die Straßen in SA immer sehr einsam und dunkel, man sollte da nicht unbedingt rumspazieren, vor allem nicht alleine. Besser mal ein Taxi rufen. Aber selbst in den Großstädten gibt es Ausgehviertel (z.B. Florida Road in Durban oder Long Street und V&A Waterfront in Kapstadt), wo man auch abends und nachts nicht mehr als in einer deutschen Großstadt zu befürchten hat. Viele weiße Südafrikaner meiden sogar tags bestimmte Gebiete und Großstadtviertel kategorisch und komplett, obwohl es womöglich nicht gefährlicher ist als woanders. Aber hat eine gegend erstmal einen schlechten Ruf weg … Das führt dann dazu, dass man z.B. in Durban für Stunden der einzige Hellhäutige ist, der durch die Gegend läuft. Wer da ein komisches Gefühl bekommt: es gibt noch soviele andere schöne Gegenden in Südafrika, man muss nicht in die Großstädte! Diese andauerde, zum Teil gewollte räumliche Trennung zwischen schwarz und weiß führt meiner Meinung nach aber auch dazu, dass selbst Einheimische Urteile abgeben, die nicht auf eigenen Erfahrungen, sondern auf Hörensagen (Freunden von Bekannten ist da neulich folgendes Schlimmes passiert…) oder auf den blutrünstigen Schlagzeilen der Zeitungen fußen.
Taschendiebstähle, Autoaufbrüche und sogar Überfälle passieren auch in anderen Urlaubsländern. Also, Obacht! Aber keine Panik!
Beste Reisezeit für den Krügerpark
Mir wurde gesagt, dass der Krügerpark im Sommer (Dezember bis März) nicht ratsam ist, weil dann alles grünt, spriesst und blüht und die Tiere sich hinter dem ganzen Grün gut verborgen halten. Außerdem ist es dann heiß, da dösen die Viecher obendrein noch den lieben langen Tag und scheren sich nicht um ihre Pflichten als Touristenattraktion.
… diese Tipss und Tricks-Liste werde ich bei Gelegenheit erweitern …