Nein, bestimmt sind nicht alle Taxifahrer in Mexiko Lügner, Gauner und korrukte Trickser, aber unsere Erfahrungen sprechen nicht gerade für die mexikanische Taxifahrergilde. Ein paar Erlebnisse:

“Das Hotel gibt es nicht“: wie korrupte Taxistas sich ihren Lohn aufbessern
Aha. Unser im Reiseführer empfohlenes, sehr preiswertes Hotel in Merida gibt es nicht. “Noch nie gehört, und ich fahr schon seit 30 Jahren Taxi hier“. Klar. Aber ein ähnliches gäbe es, da fährt er uns jetzt mal hin. Bei der Ankunft eröffnet uns der Besitzer einer Bruchbude, dass er gerade keinen Strom habe… So ein Pech aber auch. Zum Glück haben wir die Adresse unserer gewünschten Übernachtungsmöglichkeit. Sollte also kein Problem sein, vor allem, weil die Straßen in Merida einfach schachbrettartig und durchnummeriert sind, selbst ohne Karte ist es kein Problem, sich zurechtzufinden. Aber weit gefehlt: “die Straße ist seit heute gesperrt“. Was für ein Zufall. Zunächst wollte unser Taxista uns nicht mal in die Nähe bringen. Irgendwann sind wir dann unter lauten Flüchen raus, ein paar Meter zu Fuß: und siehe da: unser Hotel. Straße offen wie ein Scheunentor. Tja, nur leider mag der Herbergsvater keinen Obulus für Taxistas abdrücken, wenn sie Touristen bringen, so daß sie ihn einfach boykottieren.
Ich bring Euch da viel günstiger hin…
Playa del Carmen via Cancun zur Isla Mujeres. Leider hat sich mein Kumpel den Fuß verknackst und wir müssen von unserem Hotel in Playa del Carmen zum Busterminal ein Txi nehmen. Preis Verhandlungssache. Für 1 km 30 Pesos? Ich glaub es geht los. Nachdem wir uns auf 10 geeinigt haben, stoppte der Taxista kurz vom Busterminal. “Nach Cancun bring ich Euch für 400 Pesos, der Bus kostet mehr”. Aja. Stand da nicht was von 80 Pesos pro Person? “Nee, da habt Ihr Euch verguckt, und überhaupt, wie kommt Ihr von Cancn zur Fähre? Da kostet das Taxi nochmal 100 Pesos.” Man kann’s ja mal versuchen, so einen Blödsinn in den Raum zu stellen. Alfred zögerte. “Wenn er doch Recht hat?” Letztendlich obsiegte aber unser gesunder Menschenverstand. Natürlich kostete der Bus keine 400 Pesos, sondern nur 2 x 90 Pesos, und in Cancun konnten wir uns vor Taxis, die uns für 15 Pesos zur Fähre brachten, gar nicht retten…. Fazit: selbst 70-jäöhrige Taxifahrer in Mexiko habens faustdick hinter den Ohren. Trau keinem!
El Hotel del Amigo
Der Klassiker ist natürlich, wenn man gar nicht zum gewünschten Hotel gefahren wird, sondern gleich zum Hotel eines Freundes, welches logischerweise viel schöner und preiswerter ist. Klar. Meist sind es Bruchbuden am Stadtrand.
So geschehen gleich bei unserer Ankunft in Cuernavaca. Da muss man dann ein wenig enerischer werden.
Was kostet …?
Der Preis einer Taxifahrt ist unbedingt und immer Verhandlungssache. Mit der Zeit kommt die Erfahrung. Nachts ist’s ein wenig teurer, und wenn der Taxista keine Rückfahrt in Aussicht hat, dann natürlich auch.Zunächst schlägt der Taxista immer mindestens das zwei- oder dreifache vom regulären Fahrpreis vor. Immer. Billiger war der Einstiegspreis nie. Freundliches Handeln zahlt sich aus, ruppige Arroganz schadet: mexikanische Taxistas haben, auch wenn wir sie für einen Haufen von Gaunern halte, ihren Stolz, und verduften gerne mal, wenn ihnen jemand dumm kommt!