Neve Hanna
Unsere erste Station in Israel war Kiriat Gat und dort das Kinderheim Neve Hanna, in dem meine Liebste vor über 8 Jahren ein freiwilliges Jahr zugebracht hat. Wir wurden freundlich empfangen, auch wenn uns der Torwächter uns nur etwas umständlich selbst das Tor öffnen liess, weil er selbst wegen des Sabbats nicht arbeiten durfte.

Kinderheim Neve Hanna
Dudu, der Heimleiter, versorgte uns am nächsten Tag mit leckerem, selbstgebackenem Brot aus der “Heim-” Bäckerei. Die Bäckerei dient auch dazu, die Kinder, welche aus verwahrlosten Familien stammen, an das Arbeits- und Berufsleben heran zu führen.

Dudu in der Neve-Hanna Bäckerei
Kiriat Gat
Kiriat Gat selbst ist keine besonders schöne Stadt. Das kleine Einkaufszentrum ist am Samstag, am Sabatt völlig verwaist, und Müll liegt rum.

Kiriat Gat
Überhaupt Müll – ganz Israel ist ziemlich vermüllt. Insbesondere in arabischen Siedlungen und Gemeinden stapft man durch Unrat, aber auch woanders ist die öffentliche Müllbeseitigung offensichtlich nicht ganz so effektiv oder effizient wie bei uns. Ziemlich gewöhnungsbedürftig und manchmal echt schade und ärgerlich.

Müll in Kiriat Gat ... noch ein harmloser Fall
In ganz Israel gibt es viele Picknickplätze, die auch rege genutzt werden. Wenn man sich auch da nicht am herumliegenden Müll stört, ist das eine wunderbare Sache, man lernt schnell Leute kennen und wird eingeladen.
Tel Aviv und Jaffa
Schon am nächsten Tag sind wir nach Jaffa und Tel Aviv gefahren. Durch Tel Aviv haben wir uns durch den etwas wuseligen Verkehr gekämpft, und sind dann durch die Stadt geschlendert. Tel Aviv ist wirklich eine der lebenswertesten Städte Israels. Nicht so fromm-ideologisch-verbiestert wie Jerusalem, sondern fröhlich und frei, mediterran, mit einem großen Schuss Orient (oder umgekehrt). Es gibt eine tolle Strandpromenade, interesante Märkte, Einkaufszentren, Bars, Retaurants, viele Händler, Nachtleben.

Falaffel-Stand in Tel Aviv
Leider ist auch die Strandpromenade etwas heruntergekommen, seit die Touristen aus Furcht vor Terror-Anschlägen fernbleiben. Diese Angst halte ich zum jetzigen Zeitpunkt (2007) aufgrund der aktuellen Lage und der Statistik für unbegründet, aber es wird noch etwas dauern, bis sich Israel wieder einen Platz auf der touristischen Landkarte erobert hat. Es ist zu hoffen, dass Israel auch weiterhin Erfolg hat im Kampf gegen Terror und Fanatismus.
Dann waren wir noch in Jaffa. Jaffa ist hauptsächlich wegen seines großen Trödelmarktes interessant.

Straßenszene in Jaffa
Außerdem bieten sich von dort sagenhaft schöne Ausblicke auf Tel Aviv. Wir haben ein paar Leckereien in einer der berühmten Bäckereien gegessen, und wollten sie auf einem der Picknickplätze verputzen, aber nachdem wir dort über eine tote Katze gestolpert sind, haben wir es doch wieder anders überlegt.

Bäckerei in Jaffa mit jahrzehntelanger Tradition





Vor und nach meinem Urlaub haben mich einige Freunde gefragt, ob man denn in Israel unbeschwert reisen kann. Die meisten befürchteten wohl, dass ich ständig Gefahr liefe, einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen. Nun – ich lebe noch, und kann die Bedenken hinsichtlich Sicherheit erstmal zerstreuen.

