Geld
Seit 1999 wird in Ecuador mit US-Dollar bezahlt, wobei Ecuador auch eigene Cent-Münzen emittiert, die außerhalb des Landes nichts wert sind. Ich hatte Reiseschecks und Kreditkarten dabei. Am nützlichsten war meine EC/Maestro-Karte, mit der man relativ günstig Bargeld an Automaten ziehen kann (auf “Maestro”-Symbol bei Automaten achten). Einige Bankautomaten konnten mit der Karte nichts anfangen, aber bei der Banco del Pacifico hatte ich keine Probleme. Es empfiehlt sich, Dollarnote zu überprüfen, da angeblich viele Blüten im Umlauf sind (auf Silberstreifen mit eingedrucktem Betrag achten). Die Preise im Land sind für Europäer recht niedrig (Busfahren in Quito 20 Cent, ein grosses Glas frisch gepresster Obstsaft (Jugo) 50 Cent, Übernachtungsmöglichkeiten für 4 Dollar).
Impfungen
Vor meiner Reise hab ich mich gegen alle möglichen Krankheiten impfen lassen (Hepatitis A+B, Geldfieber, Tetanus, Polio, Typhus, etc.) In den Berglagen Ecuadors ist das nicht unbedingt nötig. Im Land selbst herrschen zwar nicht europäische Hygienestandards, aber als “dreckig” kann man es auch nicht bezeichnen. Wenn man vorhat, in den “Oriente”, also in den Regenwald, zu reisen, sollte man über eine Malaria-Prophylaxe nachdenken. Die Gefährdung ist nicht sehr hoch, aber nicht auszuschließen. Ich kenne selbst Fälle von Malaria-Infektionen aus Ecuador. Eine Schulkameradin während meines Sprachaufenthaltes hat sich während einer Rundreise angesteckt und lag mehrere Tage fiebrig in einem Krankenhaus an der peruanischen Grenze.
Sicherheit
Vorsicht ist immer angezeigt, aber bloß keine Angst! Ich habe mich in den vier Wochen meiner Reise immer sehr wohl gefühlt. Trotzdem gibt es natürlich gewisse Kriminalitätsbrennpunkte, bedingt auch durch das recht hohe Wohlstandsgefälle. Aber wie gesagt, von Überfällen habe ich nur aus dritter Hand gehört, ansonsten sind die Menschen in Ecuador sehr freundlich, aufgeschlossen, hilfsbereit.Im Straßenverkehr sollte man sehr viel mehr als hierzulande aufpassen, weil recht zügellos gefahren wird. Grundsätzlich gilt eher das Recht des Stärkeren und Ampeln gibt’s wenige. Vor Kreuzungen wird oft gehupt und dann ungebremst drübergebrettert.
Übernachtung
Ich habe mich an Tipps meines Reiseführers “Ecuador Reise Know-How” gehalten und war immer zufrieden. Als Rucksackreisender kann man recht günstig übernachten (ab 4$ aufwärts, o.F.), aber dann muss man gewisse Komfort-Abstriche machen. Kritisch ist oft die Dusche, man sollte sich unbedingt mal das warme Wasser demonstrieren lassen, wenn man nicht zu den abgehärteten zählt. Auch sollte man darauf achten, dass Fluchtwege nicht zugesperrt sind; manche Hotels haben Pappwände, vergitterte Fenster, Eisenriegel an den Türen; wenn’s da mal brennt, dann gute Nacht! Noch ein Tipp: wie fast überall in Südamerika darf man auf keinen Fall benutztes Klopapier in die Toilette werfen; führt schnell zu Verstopfungen; statt dessen muss man die neben der Toilette stehenden Eimer benutzen.
Essen
Es gibt viel Hühnchengerichte mit Reis (‘pollo con arroz‘) und oder gebratenen Kochbananen. Sehr oft gibt es auch Popcorn zu Gerichten (selbst zum Frühstück!). Besonderes Highlight sind die günstigen, frisch gepressten Säfte aus allen möglichen tropischen Früchten, die es überall gibt. Auf den Märkten kann man auch “Cuy” probieren, das sind – an Spießen gegrillte – Meerschweinchen. Zu allen Gerichten bietet sich – neben den leckeren Säften natürlich – das Ecuadorianische Bier an, welches gekühlt recht passabel schmeckt und “Pilsener” heißt (es gibt auch andere Sorten, die fand ich aber eher mau). Ansonsten ist die Küche nicht unbedingt das Argument, um nach Ecuador zu fahren.
Fliegende Händler
Überall, in Bussen und auf den Strassen, gibt es fliegende Händler, darunter sehr viele Kinder, sogar im Grundschulalter – die alles mögliche des täglichen Bedarfs verkaufen. Ich habe insbesondere den Kindern oft Bonschis oder Kaugummis abgekauft. Auch kann man an jeder Straßenecke Zigaretten einzeln bekommen.
Internetcafes
Internetcafes gibt’s an fast jeder Straßenecke. Die Stunde kostet, je nach Lage und Ausstattung, zwischen 60 Cent und 2 $.
Klamottenkauf
Es gibt überall Märkte, wo man billig T-Shirts und sonstige Klamotten, meist minderer Qualität, kaufen kann. Da die Ecuadorianer viel kleiner als Europäer sind, hauen oft die Größenangaben nicht hin (in Deutschland trage ich Größe L, in Ecuador ist das teilweise schon XXL). Außerdem gibt’s schon für 1.80-grosse Menschen kaum passendes. Ich habe mir ein paar T-Shirts und Polohemden gekauft, die aber zuhause extrem eingelaufen sind und sich verfärbt und sogar verformt haben (obwohl ich sie in richtigen Läden, nicht auf der Strasse gekauft habe). War also eine absolute Fehlinvestition, die ich aber verschmerzen kann.

Ich habe dort dann einen