30.09.2009
Good bye
Meine Reise begann mit einem traurigen Abschied von meiner Liebsten, die leider keinen Urlaub mehr übrig hat. Und da ein anderer Kumpel doch lieber nach Mallorca als in den Busch fährt, muss ich diesmal alleine los.
Mein Flieger geht um halb elf abends, von München aus, mit Emirates. 18 Stunden stehen mir bevor. Zum Glück ist Emirates eine tolle Fluglinie, mit einem spitzen Essen. Diesmal gibt’s Hühnchencurry in Kokosmilch, dazu Spinat mit arabischen Gewürzen und Reis mit Rosinen. Also beim Inder kriegt man es nicht leckerer.
01.10.2009
In die Wüste geschickt: Dubai
Gegen 6:30 Ortszeit landen wir in Dubai. Der Terminal 3 ist voll mit Geschäften aller Art, es gibt Souvenirs, Sonnenbrillen, Schmuck. Der Flughafen ist super edel, statt einfacher Bahnhofsuhren hängen Rolex-Uhren herum. Trotzdem wird mir dort schnell fad. Habe mir dann meinen Einresestempel geholt, und bin dann noch schnell hoch in die nagelneue Ubahnstation, die erst letztem Monat eingeweiht wurde. Menschenleer, nur ein Wachmann grüßt mich freundlich. Ich glaube, beim Rückflug werde ich eine kleine Stippvisite in die Stadt machen. Die Ubahn fährt alle 10 Minuten, bis in die Stadt sind es 20-30 Minuten.
Dann ging’s um 10:15 weiter, nochmal 8 Stunden ächz. Zum Glück hat Emirates ein super Entertainment-System, bei dem man aus Dutzenden Filmen auswählen kann.
Landung am anderen Ende der Welt
Die Ankunft in Johannesburg war pünktlich auf die Minute, und die Abfertigung im Flughafen so zügig wie selten. In 15 Minuten hatte ich schon meinen Rucksack. Na sowas, so habe ich mir Afrika aber nicht vorgestellt. Auf mich wartete schon Justice, mein Fahrer nach Pretoria. Habe Geld zum schlechten Kurs getauscht, das nächste Mal benutze ich einen der Automaten im 1. Stock der Ankunftshalle (FNB Bank und andere)..
Von Johannesburg ging’s dann noch eine dreiviertel Stunde nach Pretoria. Das Wetter ist bedeckt, Temperaturen mild. Die Landschaft langweilig, überall Baustellen, für die WM 2010 werden überall neue Spuren angelegt. Obwohl wir auf einer Art Autobahn fahren, laufen überall Leute neben der Fahrbahn (oder eiern sogar mit klapprigen Fahrrädern rum). Wenn da mal nichts passiert… Das öffentliche Nahverkehrssystem in Südafrika ist schlecht, und manche können sich nicht mal die schrottigen Minibus-Taxis leisten. Viele sehen verlumpt aus, manche sind offensichtlich Arbeiter auf dem weg nach Hause, oder Frauen, die ein paar Einkäufe auf dem Kopf herumtragen. Weiße Menschen sieht man nicht darunter.

Jo'burgs neues Fußballstadium (FNB-Stadion)
Pretoria
Kaum in Pretoria, stehen am Straßenrand torkelnde Obdachlose, in zerrissenen Hosen und Kapuzenpullis, die sich an einer brennenden Tonne wärmen. Klischeemäßiger geht’s kaum noch, sieht aus wie in einem amerikanischen Ghetto-Gangsterfilm. Einer wankt über die Straße und bricht fast vor unserem Auto zusammen. Justice hupt wie blöd, der Typ flucht, macht fahrige Gesten und schleppt sich davon. Kaum angekommen, weiß ich nun, warum man abends hier nicht mehr herrumspazieren sollte. Pretoria an sich macht aber einen freundlichen, ordentlichen Eindruck, besonders hübsch sind die lilafarbenen Jakaranda-Bäume, die aber leider noch nicht in voller Blüte stehen.
Bei Freunden zu Besuch: 1322 Backpackers
Im Hostel “1322 Backpackers” werde ich freundlich von Monique begrüßt. Das Hostel ist wie ein kleines Minidorf. Ich bekomme ein kleines, reetgedecktes Einzimmer-Reihenhäuschen. Einfach, aber ordentlich und sympathisch. 18 Euro/Nacht. Kaum geduscht, kommt Monique und fragt, ob ich mir von ‘nem Lieferservice etwas bestellen wolle. Das ist ja wie in einer WG hier… Da es für einen Kneipenbummel zu spät ist, bestellen Thomas, ein holländischer Medizinstudent, Monique und ich uns was beim Inder. Dauerte zwar ewig, war aber lekker (übrigens das Lieblingswort der Afrikaaner). Wir essen gemeinsam an der Bar und klönen den ganzen Abend. Derweil probiere ich die südafrikanische Bierlandschaft durch. Thomas erzählt von seinem 2-monatigen Praktikum in der Notaufnahme von Kapstadt, später gesellen sich noch zwei Peace Corps-Mädels aus den USA dazu, die irgendwo im tiefsten Busch arbeiten und Kindern Englisch beibringen. Es wird ein richtig schöner Abend, aber um 10 falle ich todmüde ins Bett.
Die erste Nacht in Afrika.

1322 Backpacker, Bar
Freitag, 2.10.2009
Im Hostel gibt’s morgens Toast, Marmelade und Kaffe zur Selbstbedienung. Um halb neun geht’s aber schon los, Tagestour nach Johannesburg und Soweto, mit “Livingstone”. Mit an Bord sind noch Anna und Demian aus Marseille, spätrer kommen noch Österreicher, Holländer und Amis dazu. Wetter ist frühlingshaft-mild, aber sehr wolkig, zwischendurch regnet’s auch mal.
Joanna, Joburg, Jozi
In einem Minibus geht’s nach Johannesburg, auch Joburg, Joanna oder Jozi genannt. Wir fahren ein bisschen durch Downtown. Es gibt Ecken, die saniert werden, und Schmuddel-Ecken mit leer stehenden oder illegal besetzten Hochhäusern. Zum Teil No-Go-Area für Weiße, insbesondere für reiche Touris mit vollgepacktem Rucksack. Die Stadt versucht, Joburg ein besseres Image zu verschaffen, aber was wollen sie machen, einige Blocks werden von Gangstern beherrscht, die das Vakuum nach dem Wegzug der weißen Geschäftswelt nach Sandton, einem Vorort, gefüllt haben. Joburg hat eine der höchsten Mord-, Überfall- und Vergewaltigungsraten der Welt. Viel Spaß bei der WM 2010. Die Teile von Downtown, durch die wir gefahren sind, machten hingegen einen ordentlichen Eindruck, aber auch hier findet man kaum ein weißes Gesicht. Unter einer Autobahnbrücke sahen wir dann die ersten Slums: Blech- und Holzhütten, neben denen Feuer loderten, an denen sich zerlumpte Gestalten Würstchen grillen.
Geschichtsstunde
Weiter geht’s ins Apartheid-Museum. Sehr interessant, erschreckend und deprimierend. Die ehemaligen “Herren” des Landes haben systematisch versucht, alle Schwarzen von Bildung, Verantwortung und Macht fernzuhalten. In den 70ern gab es deswegen schwerste Ausschreitungen mit hunderten Toten. Die brutalen Gewaltszenen werden durch Foto- und Videoshows sehr drastisch gezeigt, nichts für kleine Kinder. Die Apartheid endete Mitte der Neunziger. Nelson Mandela ist es zu verdanken, dass das Land danach nicht im Bürgerkrieg in Kleinstaaten der dutzenden Völker zerfiel.
Soweto
Nach dem Museum gings dann nach Soweto (South Western Townships), welches aus 29 Townships (Arbeiter- und/oder Armensiedlungen, ausschließlich für Schwarze) besteht, die eng beieinander liegen. Hier wohnen ca. 5 Millionen Menschen, genaue Zahlen gibt’s freilich nicht. Zunächst ging es in die “Villengegend”, ja auch Millionäre leben in Soweto. Interessant: die Häuser haben oft keine Zäune oder Mauern, im Gegensatz zu allen anderen Wohnhäusern in Südafrika, wo alles mit Stacheldraht, Kameras und scharfen Hunden bewacht wird. In den Townships ist die Gemeinschaft angeblich so stark, dass man sich da nicht beklaut, und wer es doch versucht, wird gelyncht.

Kinder in Soweto (Informal Settlement)
Anschließend noch ein kleiner Rundgang durch eine illegale Siedlung. Blechhütten, kein Wasser und Strom, bettelnde Kinder. Durch die Straße, durch die wir gingen, werden natürlich jeden Tag Touristen geschleift. Und auch die Begegnungen, die wir hatten, waren wohl kaum spontan. Wir trafen Gladys, eine etwa 50-Jährige, die aussah wie 70, ausgemergelt, drei Teenager-Kinder, in ihrer Hütte: eine Küche, ein Schlafzimmer für alle, kein Strom, Herd wird mit Holz beheizt, Dixiklo auf dem Hof. Gladys sprühte trotzdem geradezu vor Charme, Freundlichkeit und Offenheit. Kaum Zähne im Mund, aber ein Lächeln so breit wie ein Scheunentor.

Soweto: Gladys
Anschließend noch in Soweto am größten Krankenhaus der Welt vorbeigefahren: zehntausende Betten (immer noch zu wenig), aber laut einer Untersuchung nur 19 funktionierende Toilettenanlagen. In Soweto sollte man tunlichst nicht krank werden.
Leider bestand die Tour aus viel Herumgefahre im Minibus und Starren aus dem Fenster, und insgesamt war ich enttäuscht. Das Apartheid-Museum ist zwar sehenswert, aber dafür einen halben Tag verbraten? Vielleicht werde ich in Durban oder Cape Town nochmal eine Township-Tour machen.
Wir kamen ziemlich müde gegen halb acht zurück. Es waren nur noch die beiden Franzosen und Monique da, außerdem noch Moniques Verwandtschaft. Zusammen bestellten wir uns wieder was vom Lieferservice. Bis zehn ratschte ich noch mit den Franzosen, Monique und ihrer Verwandtschaft, dann war ich bettreif.
Von Pretoria habe ich also in den zwei Tagen nicht viel gesehen, aber es war auch so interessant. Die schönen Abendstunden im Backpackers wollte ich auch nicht missen.
Die Joburg/Apartheid-Museum/Soweto-Tour mit Livingstone kann ich nur bedingt empfehlen, und mit 450 Rand (40 Euro) war sie auch nicht billig. Mit zehn anderen 7 Stunden im Bus eingesperrt zu sein und aus dem Fenster zu gucken, ist nicht so mein Ding. Da gibt’s bestimmt bessere Touren.
Samstag, 3.10.2009
Um 7 Uhr war ich schon wieder auf den Beinen. Habe erstmal die Busfahrten mit dem Bazbus klargemacht, sowie das Hostel in Nelspruit. Manches läuft wirklich unkompliziert hier. Um halb neun wurde ich von Tabo abgeholt, dem Fahrer von Viva Safaris. Vorher noch traurigerweise von Monique und dem 1322 Backpackers verabschiedet. In den zwei Tagen fühlte ich mich mehr wie bei Freunden als in einer “Unterkunft”. Vielen Dank dafür.
Heia Safari
Bei Viva Safaris habe ich eine 4-Tage-Tour gebucht, inkl. Unterkunft/Halbpension (6000 Rand, 540 Euro). Zunächst ging’s 7 Stunden Richtung Krügerpark, ins Balule Wildreservat, und dort in die Tremisana Lodge, eine kleine günstige, aber schöne Lodge, von der dann die Touren starten. Unterwegs haben wir noch Naomi und Martin aufgesammelt, meine beiden Mitstreiter für die nächsten Tage. Naomi ist eine recht mitteilsame amerikanische IT-Beraterin (so wie ich), Martin ein deutscher Ingenieur, beide so Mitte vierzig, und recht angenehme Zeitgenossen. Man kann ja auch Pech haben und echte Nervensägen an Bord haben.
Dullstrom
Mittagspause in Dullstrom, dem “schottischten Ort Afrikas”: hochgelegen, nass-kalt, Anglerrevier, zur Zeit “Forellen-Saison”. Es regnete. Im “Poacher” (“der Wilderer”) haben wir Hamburger gegessen, und Martin, Naomi und ich haben uns ein wenig mit einander bekannt gemacht.
Sunset Game Drive
Gegen 6 waren wir endlich in der Lodge. Schnell Gepäck abgeladen und schon ging’s zum Sunset Drive im Balule Wildreservat. In einem offenen, großen Landrover sind wir durch die Gegend gefahren, zu sehen gab es außer ein paar Antilopen, einem Wildhund und einem Warzenschwein wenig.
Braai
Um 8 wurde dann an einem großen Lagerfeuer landestypisches Braai für uns gemacht, das ist die südafrikanische Art des Barbecue: es gab “Papp en Vleis” (Maispampe mit Steak), dazu Boerwors (Bauernwurst), eine grobe Bratwurst. Es kamen noch ein südafrikanisches Pärchen, Landwirte, so Mitte dreißig, dazu, und es wurde ein geselliger Abend.
04.10.2009
Game spotting: Krügerpark
Heute wurde es dann ernst: erste richtige Fahrt in den Krügerpark.

Heia Safari: es geht los!
Morgens um 8 ging’s los, erstmal über ne Stunde Anfahrt – das Balule Wildreservat, in dem unsere Lodge ist, liegt so 50 km vom “Orpen Gate” (Orpen Einfahrtstor) im mittleren, westlichen Teil des Parks entfernt. Auf einem großen offenen Landrover fuhren wir an diese Tag so um die zweihundert Kilometer durch den Park. Die Bäume sind noch nicht alle grün, das Gras noch braun und tief. Beste Bedingungen um “Game” (Wild) zu erspähen. Kaum im Park, laufen die ersten Impalas und Giraffen vorbei, im Laufe des Tages sehen wir Elefanten grasen, Giraffen die Bäume pflücken, Dutzende Nilpferde in einem Tümpel dösen.

Auf Safari: Langhals quert die Straße
Highlight war ein größer männlicher Löwe, etwa 50 m vor uns im Gras, außerdem zwei Leoparden, die im Baum ein Nickerchen machten. Das Ausschauhalten nach Wild kann aber ganz schön anstrengend sein. Giraffen, Elefanten, Impalas und dergleichen sind meist schnell auszumachen, die Wildkatzen und Nashörner halten sich meist versteckt und treten eher einzeln auf.

Andries, unser Game Drive Driver...
Mittags haben wir dann im Satara Camp mal wieder Hamburger verspeist. Satara ist eines dieser Camps, von denen es einige im Park gibt, man kann sich dort in kleinen Rundhütten einmieten und selbst versorgen. Es gibt noch einen kleinen Supermarkt und Restaurant, aber das war’s dann auch.

Zebras benutzen keine Zebrastreifen!
Nachmittags fing es dann leicht an zu regnen, was aber gar nicht so schlecht war. Es war kühl und feucht, da sind die Viecher aber aktiver und kommen aus dem Schatten raus. Wegen des ständigen Fahrtwinds wurde uns ziemlich kalt, gut dass wie Decken dabei hatten. Ein warmer Pulli und eine windundurchlässige Jacke sowie eine Mütze sind bei kühlerem Wetter unbedingt zu empfehlen!
Erst um halb acht waren wir zurück in der Lodge, ziemlich müde und erschlagen. Zu Dinner gab es leicht zähes Warzenschwein und Hühnchen. Zu uns gesellte sich Pearl, die Lodge-Chefin, eine herzliche Mitt-Fünfzigerin, sowie Andries, unser Fahrer, und die beiden erzählten ein paar Geschichten aus dem Busch. Wieder mal ein netter Abend.

Sundowning @ Tremisana: Martin, Naomi und Pearl
05.10.2009
Und täglich grüßt das Warzenschwein
Statt dem 4-stündigen Buschwalk am Morgen steht heute nochmal eine Fahrt durch den Krügerpark auf dem Programm. Habe mich ein bisschen von Naomi bequatschen lassen, die unbedingt nochmal eine Rundfahrt machen wollte, und Martin war auch nicht abgeneigt. Wahrscheinlich fehlen ihr zu ihrer Sammlung mit den 2000 Elefantenfotos noch ein paar Hundert.

Fotoshooting im Kruger Park
Heute war allerdings Sonnenschein pur, es wurde fast unangenehm heiß. Die Tiere verkriechen sich bei sowas in den Schatten und dösen, eigentlich sehr schlau, nur wir fahren schwitzend und glotzend umher. Heute gab es wegen der Hitze weniger zu sehen, natürlich wieder Elefanten, Zebras und Giraffen, mal ein Nashorn oder Nilpferd von weitem, aber alles viel spärlicher als gestern. Gegen Ende dann doch noch ein Highlight: eine imposante Büffelherde, hunderte von mächtigen, schwarzen Tieren, direkt am Wegesrand. Wie sind alle sehr beeindruckt.
Abends hatte ich noch ein bisschen Ärger mit meiner Kreditkarte: als Viva Safaris versuchte, meine Kreditkarte zu belasten, hat die Citibank die Transaktion erstmal auf Eis gelegt, und bei mir zu Hause in München versucht anzurufen. “Zufällige” Routine-Sicherheitsmaßnahme. Leider hat die Citibank nicht meine Mobilnummer, sonst hätte man das schneller klären können. Na jedenfalls gab’s ein bisschen Ärger, und zum Glück habe ich noch eine andere Karte. Also: immer der Kreditkartenfirma die Handy-Nummer mitteilen!

Mal wieder kleine und große Dickhäuter...
Kurz vorm Schlafengehen flitzt noch eine ziemlich große gelbe Spinne durch mein Zimmer und verschwindet unterm Bett. Ich bin aber zu müde für die Jagd und vertraue darauf, dass Menschen normalerweise nicht auf dem Speiseplan von Spinnen stehen.

Und täglich grüßt das Warzenschwein!
06.10.2009
On the road again
5 Uhr morgens klingelte der Wecker. Kurz Kaffee, dann ging’s schon wieder für eineinhalb Stunden auf Beobachtungsfahrt. Morgens sollen einige Tiere besonders aktiv sein, aber das hatte man wohl den Viechern in unserem Reservat noch nicht verklickert, oder es sind notorische Schlafmützen, jedenfalls kriegten wir nur ein paar Giraffen, Zebras, Impalas und Warzenschweine vor die Linse. Nach dem Frühstück ging’s dann Richtung Blyde River Canyon und den “Drei Rondavels”, eine Felsformation, die aussieht wie die Zulu-Rundhütten, Rondavels genannt. Dort verabschiedete ich mich dann endgültig von Naomi, der Amerikanerin mit dem “rheinländischen” Temperament. Ein anderer Fahrer, John, brachte mich dann nach Nelspruit.

John @ Blyde River Canyon: "This is my land!"
Während der zweistündigen Fahrt durch mittelgebirgsähnliche Landschaften haben wir uns viel unterhalten. Ich erfuhr, wie sich z.B. die Apartheid auf ihn und seine Familie ausgewirkt hat: noch vor 16 Jahren hätte ich nicht so einfach neben ihm im Bus sitzen können, wir hätten nicht zusammen essen können, (weiße) Kunden hätten ihn bei Missbilligung seiner Fahrkünste durchaus schlagen können. Muss man sich mal vorstellen, es hat mich echt geschaudert.
Um 12 bin ich dann in Nelspruit, verabschiede mich von John.
Die Backpacker Herberge in Nelspruit finden wir auf Anhieb, und Jimmy begruesst mich. Aber das ist eigene Geschichte, die das naechste Mal erzaehle. Das Backpacker Hostel kann ich aber schon jetzt empfehlen, ein crazy place.

Jimmy @ Nelspruit Backpackers